Mit dem Gloria-Ticket unterwegs in Bus und Bahn

Von der neuen Spielzeit an werden im Vorverkauf erworbene Theatertickets im ganzen Landkreis als Fahrscheine anerkannt.

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12. September 2018, Badische Zeitung

"Wir sind das erste Fußballstadion in Bad Säckingen", scherzte Alexander Dieterle, der kaufmännische Direktor des Gloria-Theaters, bei einem Pressegespräch. Nun, Fußball wird im Gloria-Theater auch künftig nicht gespielt, gleichwohl gibt es eine Parallele zwischen den großen Sportarenen in der Republik und dem Bad Säckinger Theatersaal. Hier wie dort sind die Eintrittskarten auch Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr. Wer von der neuen Spielzeit an seine Gloria-Eintrittskarte im Vorverkauf bezieht, kann mit dieser kostenlos alle Busse und Bahnen im Einzugsbereich des Waldshuter Tarifverbunds (WTV) benutzen.

"Wir machen einen Schritt nach dem anderen", sagt Lothar Probst, der Geschäftsführer des WTV. In einem zweiten Schritt wolle man Gespräche mit dem Regioverbund Lörrach aufnehmen und prüfen, ob die Gloria-Tickets auch im Kreis Lörrach als ÖPNV-Tickets angenommen werden können. Für den WTV, so sagte Sebastian Nieselt, der Leiter der Geschäftsstelle Waldshut, sei die Kooperation mit dem Gloria-Theater auch eine Premiere. Erstmals habe man eine Vereinbarung über ganze Veranstaltungsreihen abgeschlossen.

Wie Alexander Dieterle sagte, gilt die neue Regelung erstmals für die Saison-Auftaktshow im Gloria-Theater, die Theatervorstellung "Dinner für Spinner" am 2. Oktober im Rahmen des BZ-Theaterrings. Von da an ist das Gloria-Ticket auch Fahrkarte vor und nach allen Gastspielen und allen Eigenproduktionen auf der Bühne an der Friedrichstraße in Bad Säckingen. Selbstredende Voraussetzung: Die Eintrittskarte muss im Vorverkauf erworben werden, damit sie in Bus oder Bahn gezeigt werden kann. Weil es fürs Kino im Gloria-Theater keinen Vorverkauf gibt, gilt die Vereinbarung mit dem WTV für Kino-Veranstaltungen nicht.

Nach Angaben von Klaus Albiez, dem Leiter Produktion der SBG, können nach den Abendveranstaltungen im Gloria entlang des Hochrheins noch Züge und Busse in beide Richtungen erreicht werden. Und in Richtung Hotzenwald, so ergänzt Bürgermeister Alexander Guhl, könne der Rufbus geholt werden. Auch in jenem Bus habe das Ticket Gültigkeit. Der Bürgermeister freut sich über die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und die Entlastung für die Parkplätze.

 
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